Donnerstag, 05. Mai 2011:
BADzille: Ulan & Bator und Simone Solga

Ulan & Bator (Bild) erschaffen in ihrem Programm "Wirrklichkeit" ein außergewöhnliches Paralleluniversum. Danach findet Simone Solga als Mädchen für alles „brisantes Material“ unter Merkels Sofa. (Foto: Sandra Klein)



Zwei Männer in Grau warten auf der Bühne, sie warten wie das Publikum auf den Beginn der Veranstaltung, machen eine Entdeckung und entpuppen sich als Ulan & Bator. Der starke Auftritt erscheint skurril und zeigt sich als neuartige Bühnenkunst, die ohne doppelten Boden, Einspieler und Tricks auskommt. Gänzlich ohne roten Faden wird das Publikum durch das Programm geschleust, das sich jeden Abend anders präsentiert und neu erfindet - wie ein gutes Jazzwerk. Erfrischend anders sortieren sie bekannte Phrasen neu, stimmen Liedchen an, wagen Miniaturszenen und Dialoge, in denen unter anderem auch mal Schillers oder Sophokles Geist aufblitzt und die für sie selbst verblüffend enden.

Das Mädchen für alles

Nach der Pause macht die Kabarettistin Simone Solga weiter Karriere im politischen Betrieb der Republik. Von der „Kanzlersouffleuse“ ist sie mittlerweile zum unentbehrlichen „Mädchen für alles“ aufgestiegen und schiebt die Kanzlerin genauso sicher über internationales Parkett wie über deutsches Laminat. Und bei „Merkels unter dem Sofa“ findet sie allerhand brisantes Material, das unter den Teppich gekehrt wurde.

Simone Solga packt aus, bohnert das politische Parkett und gibt hintergründige Einblicke ins Zentrum des bundesrepublikanischen Machtgeflechts.

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